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Die Definition von Glas
Glas - eine eingefrorene Flüssigkeit?
Glas ist ein aus dem Schmelzfuß amorph erstarrtes
Gemisch verschiedener Silikate und besteht hauptsächlich
aus Alkali- und Kalzium-Silikaten. Amorphe Gemische weisen
keine oder nur auf sehr kleine Bereiche beschränkte innere
Ordnung der Moleküle oder Ionen auf. Aufgrund dieser
Besonderheit haben sie keinen festen Schmelzpunkt, sondern
erweichen allmählich.
Grafisch läßt sich diese Besonderheit der eingefrorenen
Flüssigkeit wie folgt darstellen:

Normalerweise nimmt beim Abkühlen einer Flüssigkeit
deren Volumen ab. Dann tritt im Normalfall am Schmelzpunkt
Ts die Kristallisation ein, die mit einer starken Volumenabnahme
verbunden ist. Dabei wird die durch die Abkühlung freiwerdende
Energie zum Aufbau der Kristallstruktur eingesetzt, weshalb
die Temperatur in diesem Punkt konstant bleibt. Nachdem der
Kristallisationspozeß abgeschlossen ist, kühlt
das Medium weiter ab, wobei sich das Volumen nur noch geringfügig
ändert.
Dies ist allerdings beim Abkühlen
von Glas im Punkt Ts nicht zu beobachten. Das Volumen verringert
sich bei stetiger Temperaturabnahme, da keine Energie zum
Aufbau einer Kristallstruktur verwendet wird. Man spricht
vom Zustand der unterkühlten Schmelze. Ab dem Temperaturpunkt
Tg, der Glasbildungstemperatur, steigt die Viskosität
der Schmelze stetig an und der Festkörper Glas entsteht.
Aus der Flüssigkeit wird also ein Festkörper im
amorphen Zustand. Die Fehlende Kristallstruktur ist auch die
Ursache dafür, daß Glas durchsichtig erscheint
und das Licht den Festkörper passieren kann.
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